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Mein Name ist Jean Luis und ich möchte hier meine Geschichte erzählen.

 

 

 Geboren wurde ich am 15.07.2008 nach einer fast normalen Schwangerschaft.

Lediglich meine Mama hatte etwas Probleme mit den Beinen, weil ich ihr auf

dem Nerv gelegen habe. Der Frauenarzt meiner Mami meinte zwar immer, ich

sei etwas zierlich, aber immer noch in der Norm. Meine Mama hat ja auch alle

Untersuchungen machen lassen und ging deshalb davon aus, das mit mir

alles in Ordnung ist. Als ich  in der 37. Woche dann unheimlich neugierig auf

die Welt da draußen wurde, habe ich mir meinen Weg nach draußen gebahnt.

Doch für Mama und die Ärzte hatte ich noch eine Überraschung parat. Kurz vor

der Geburt hatte ich mich wieder gedreht und lag nun mit dem Po nach unten.

Die haben vielleicht verdutzt geguckt . Aber da sie wussten, das ich etwas

zierlicher war, haben sie meiner Mami die Entscheidung überlassen, mich

natürlich zur Welt zu bringen oder per Kaiserschnitt. Meine Mami hat sich

sofort für eine natürliche Geburt entschieden. Die arme musste ganz schön

leiden, ich habe es ihr nicht leicht gemacht. Irgendwann war es dann aber

vollbracht und ich war da. Jetzt war auch allen klar, warum ich mich nochmal

gedreht hatte, meine Nabelschnur war einfach zu kurz. Als sie mich dann auf

die Wage legten, waren auch noch mal alle erstaunt, das ich doch so leicht

war. Ich wog bei einer Größe von 43 cm nur 2200g. Also kam ich erstmal auf

die Frühchenstation. Dort ging es mir von Tag zu Tag besser, nur mit dem

Essen hatte ich es gar nicht so, ich bin immer so schnell eingeschlafen und

habe vergessen zu schlucken, deshalb hatte ich die ganze Zeit eine Magensonde.

Zu diesem Zeitpunkt gingen meine Eltern noch davon aus,das ich einfach nur

etwas Startschwierigkeiten hatte. Nach fast 2 Wochen gingen die Gespräche

dann immer weiter in Richtung Entlassung. Meine Eltern freuten sich wie wahnsinnig

und fieberten dem Tag entgegen. Leider ging es mir dann von heute auf morgen sehr

schlecht. Dabei wurde ich auch geröntgt. Da ich ja immer noch die Magensonde hatte,

schauten die Ärzte verdutzt, das das Ende nicht dort war, wo es sein sollte. Wie sich

herausstellte, lag das daran, das mein Magen einfach nicht dort war, wo er hingehörte.

Ich wurde dann umgehend in die nächste Uniklinik gebracht. Dort wurde dann

festgestellt, das ich eine angeborene Zwerchfellhernie hatte. Diese wurde dann auch

umgehend operiert. Das war sehr schwer für mich, weil bei der OP meine Milz gerissen

ist und ich fast verblutet wäre. Die Milz musste entfernt werden. Ab da an fingen die Ärzte

auch an, Vermutungen zu äußern, das ich einen Gendefekt hätte. Nun kam auch eine

Diagnose nach der anderen und meinen Eltern wurde immer schmerzhafter bewusst, das

ich eben kein normales Kind bin und auch nie werden würde.

 

 

 

 

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